Happiness

Happiness is warm sun on closed eyelids

your favorite sandwich

the tickle of a horse’s muzzle

the warmth of a dog’s body

a road trip across great nothings

a book you can’t stop reading

a character so evil you hate her from the very depths of your soul

a character you dig so much you jump and giggle and gasp.

Happiness is hot chocolate with marshmallows

a smile from a stranger

your favorite song on the radio

dancing for no reason to the music in your head

the smell of freshly baked bread

the smell of freshly washed clothes

the cold drizzle of a shower on a hot, sweating body

the sensation of air on naked skin

the realization of happiness being simply being.

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WTF, Society?! – Vergewaltigungen und Feminismus

Die Zeit hat neulich ein verdammt gutes Interview mit Rebecca Solnit, der Autorin des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären veröffentlicht. Verdammt gut in dem Sinne, dass Ms. Solnit die pauschalisierenden Fragen und teilweise haarsträubenden Ansichten der Leiterin des Interviews, Elisabeth Raether, auf bewundernswerte Weise zerschlagen hat. Ebenso dämlich wie die Fragen war die überhaupt nicht treffende Überschrift des Artikels: “In Amerika geht es brutal zu”. Super. Wieder ein Grund, die USA als rückständiges Land zu bezeichnen, während die Fortschrittlichkeit Deutschlands in den Himmel gelobt wird. Mal abgesehen davon geht es hier nicht um Brutalität in Amerika im Allgemeinen, wie die leicht aus dem Kontext gegriffene Überschrift vorschlägt, sondern um Feminismus, Patriarchat und Gewalt als Resultat der Überlegenheit des heiligen männlichen Geschlechts. Eine weitere völlige Missinterpretation von Frau Raether war die Verurteilung der mangelnden Fähigkeit Solnits in dem persönlichen Interview ihre Thesen klar zu formulieren. Schonmal was von Introversion gehört, Frau Raether? Die Bevorzugung der schriftlichen Kommunikation findet sich sehr häufig bei Introvertierten, die übrigens oft herausragende Schriftsteller sind. Hätten Sie einen Mann genauso beschuldigt, sich in direkter verbaler Kommunikation nicht vernünftig ausdrücken zu können? Ach nein, Moment, das nennt man ja dann die “Schüchternheit eines zurückgezogenen, genialen Künstlers”.

Das thematisch hochinteressante, aber grauenhaft geführte Interview ließ mich darüber nachdenken, ob es zwischen dem Feminismus in den USA und in Deutschland einen Unterschied gibt. Gibt es in Deutschland überhaupt noch so etwas wie Feminismus? Meistens läuft einem der Begriff doch nur in schlecht formulierten Facebook-Kommentaren von irgendwelchen Männern über den Weg. “Och nee, schon wieder sind da ein paar dumme, radikale Feministen unterwegs.” Als meine Mitbewohnerin mich fragte, ob ich mich als Feministin bezeichnen würde und mir dann offenbarte, dass ihr Freund ja ganz schlecht auf solche Leute zu sprechen sei, fühlte ich mich dazu genötigt, zu einem Vortrag über die Notwenigkeit von Feminismus auch heute noch und der teilweise krassen Unterschiede zwischen verschiedenen feministischen Strömungen anzusetzen. Einen Vortrag, den ich nach wenigen Sätzen entnervt abbrach. Erstens, Introversion. Schlechte Fähigkeiten bei direkter verbaler Kommunikation. Soll’s ja geben, Frau Raether. Zweitens, Komplexität des Themas. Vielleicht sollte ich mal ein Essay dazu verfassen und an alle Leute aushändigen, die mir mit ignoranten und schlecht durchdachten Kommentaren zum Thema Feminismus kommen.

Persönlich scheint es mir, als würde sich in den USA viel deutlicher eine feministische Bewegung abzeichnen als in Deutschland. Wessen Facebook News Feed von Blogseiten wie Huffington Post, der absolut genialen Plattform “Amy’s Smart Girls”, von Komikerin und Schauspielerin Amy Poehler ins Leben gerufen, oder (der nicht so genialen Plattform) Buzzfeed überschwemmt wird, merkt schnell, dass nicht nur ziemlich heftig ein demokratischer (im Sinne der Partei der “Democrats”, nicht des politischen Systems) oder “linker” Standpunkt vertreten wird, sondern auch feministische Stimmen häufig zu Wort kommen – endlich! Abgesehen von den Momenten, in denen mir Buzzfeed erzählt, sie könnten aufgrund meiner Beziehung zu Pizza feststellen, auf welchen Typ Mann ich stehe. Wenn Google heutzutage meinen Standpunkt bestimmen kann und mich darauf basierend auf Restaurants in der Nähe aufmerksam macht, dann sollte Buzzfeed doch bitte in der Lage sein, aufgrund meiner Facebook-Likes und Internetrecherchen festzustellen, dass Männer mich in dieser implizierten spezifischen Art und Weise einen – pardon – Dreck interessieren! Ich schweife ab. Wir waren beim Feminismus in den USA. Mein Punkt ist, ich bin in den deutschen Sphären des Internets bisher nicht über solche oder ähnliche Veröffentlichungsplattformen gestoßen. Gibt Deutschland sich einfach damit zufrieden, sich mit einer weibliche Kanzlerin brüsten zu können (während Hillary Clinton im Jahr 2015 dafür kämpft, die erste Präsidentin der USA zu sein) und kurzzeitig mal über die Frauenquote diskutiert zu haben? Feminismus und Gleichstellung sollten ernsthaft Einzug in den alltäglichen Diskurs halten, und zwar nicht nur dann wenn sich ein paar dumme, radikale Feministen sporadisch über die gläserne Decke oder Gehaltsunterschiede aufregen.

Ein Hauptthema des Interviews und auch des Buches von Ms. Solnit sind Vergewaltigungen. Während Elisabeth Raether immer wieder darauf pocht, dass Frauen angeblich Vergewaltigungsfälle erfinden und den Männern anhängen, macht Rebecca Solnit deutlich, wie die Gesellschaft (also eigentlich das Patriarchat) Frauen zum Schweigen bringen will, indem sie als nicht zurechnungsfähig dargestellt werden. Frau Raether spricht auch “rape culture” an, ihrer Meinung nach ein Begriff dafür, dass Vergewaltigungen junger Frauen an amerikanischen Universitäten zu oft vorkommen. Glaubt die gute Frau im Ernst, dass rape culture nur ein Phänomen in der von der Außenwelt abgeschotteten universitären Seifenblase darstellt?! Vergewaltigungen betreffen ALLE Frauen. Auch diejenigen von uns, die das Glück haben nicht – oder noch nicht (Schauder) – direkt und physisch von diesem gesellschaftlichen Problem heimgesucht worden zu sein. Ich kann und will mir im Detail auch nicht vorstellen, wie eine Vergewaltigung das Leben einer Frau beeinflusst. Nicht nur muss sie mit einer eventuellen Schwangerschaft und am Ende vielleicht noch einer Abtreibung zurecht kommen, sondern auch den Rest ihres Lebens mit den psychischen Folgen leben und obendrein wird sie von der Gesellschaft als Opfer und manchmal sogar als “selber schuld” stigmatisiert! Währenddessen kommt das Arschloch, das ihr das angetan hat, im schlimmsten Fall mit einer Freiheitsstrafe von nur ein paar wenigen Monaten oder im besten Fall mit ein paar Jahren Knast davon!

In der siebten Klasse feierte eine Freundin von mir ihren Geburtstag mit einer Zeltparty in ihrem Garten. Nachts lagen wir zu fünft nebeneinander unter dem dünnen Stoffdach und eine sagte plötzlich in die Stille hinein: “Ich hab so Angst davor, vergewaltigt zu werden.” Wir waren 13 Jahre alt, verdammt nochmal! Warum muss sich ein Mädchen in dieser doch so fortschrittlichen, westlichen Gesellschaft mit 13 Jahren ernsthafte Gedanken darüber machen, dass sie Opfer eines so furchteinflößenden Gewaltverbrechens werden könnte? In Deutschland werden pro Jahr durchschnittlich 7.700 Frauen vergewaltigt, anders ausgedrückt ist das eine Vergewaltigung alle 68 Minuten (Quelle). Die USA haben offensichtlich ein Problem mit der Ermittlung dieser Werte. Der U.S. Census Bureau zählte im Jahr 2010 188.000 Opfer, das Center for Disease Control and Prevention 1,3 Millionen, der FBI berichtete von ca. 85.000 Fällen (Quelle). Wie hoch die Zahl auch sein mag, erstens reflektiert sie nicht wie viele Vergewaltigungen nicht zur Anzeige gebracht werden und zweitens: DAS SIND SCHLICHT UND EINFACH ZU VIELE!

Der Grund für Vergewaltigungen? Laut Rebecca Solnit das autoritäre – oder nennen wir es ruhig überhebliche – Denken einer Gruppe, mehr Rechte zu besitzen als Andere, und somit ein Recht ÜBER Andere zu besitzen. Im konkreten Fall also die Überzeugung, Frauen wären minderwertig und frei verfügbare Objekte zur Befriedigung männlicher Bedürfnisse. Die ständige Sexualisierung von Frauen in den Medien und im Alltag hilft da garantiert nicht. Dieses autoritäre Denken führt offensichtlich nicht zur zu Vergewaltigungen, sondern auch zu der momentan eskalierenden Anzahl an Toden durch Schusswaffen in den USA, sowie zu Völkermorden.

Und genau deswegen brauchen wir auch heute noch Feminismus.

Blessings June 16 to 18

June 16

Ironically, right after writing that first post about counting your blessings, I got sick with a hardcore summer cold. Which is why I am now sitting up at 4 a.m. trying to breathe and ignore the fact that technically I’m supposed to get up in three hours. It also made the blessing counting the tiniest bit more difficult, but here it goes anyway.

1. I survived choir practice in the evening, despite blowing my nose every five minutes, slugging down water at the same rate and almost suffocating at one point because of tiny knives doing karate kicks inside of my throat. Still walked away alive. Like a boss.

2. Felt very grateful for having bought a new monster-sized package of tissues a while back, although it is disappearing at a disturbing rate right now.

3. I actually wrote two poems today (well, technically yesterday – geez, I need to sleep…). That’s what a class on the history of American literature does to you. It also makes you broke because your professor recommends too many awesome books.

4. Found an awesomely hilarious interview with Kate Moennig (current celebrity crush – besides Ellen of course). Even made me forget about my nose trying to kill me for a minute!

5. Best moment of the day: This going down on Twitter. And people on the train staring at me fangirling.

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June 17

Ironically, 3 hours after writing the top bit, I woke up because I had once again arrived at the time of month that makes my life miserable and puts me in a mood that can only be described as angry bitch. Yep, I turn into a furious female dog. (Maybe they should make another Fast&Furious sequel – Female&Furious. Kind of like the all-girl Ghostbusters thing.) Anyways, still trying to count blessings, such as

1. All the sneezing and nose blowing seems to be speeding things up in the southern hemisphere – if you know what I mean.

2. My roomie is definitely a blessing. After looking at my miserable self, she went straight to the pharmacy and got me some nasal spray, which worked miracles. Personal triumph moment for her, since she’d been trying to make me get some for my allergies for weeks. Apparently, since she’s a medical student, I should listen to her more often when it comes to medical issues. Her opinion.

3. For lunch we made a freaking awesome casserole with spinach tortellini, a mixture of egg and crème fraîche, cheese and spices. It was amazing!

4. Pain pills. Definitely a blessing. Combined with all the magnesium I’ve been taking (though apparently not enough), I don’t feel a thing. All hail the drugs.

5. Sweatpants and cozy socks. Because – well, duh.


June 18

1. Only woke up once last night! And only used two tissues instead of 37!

2. Classes were fun today. Wrote an essay about pot, talked about mad people (Edgar Allen Poe) and discussed kids during WWI.

3. I bought paper. You can’t imagine how much copy paper a household run by two students requires. Having a printer at home is definitely a blessing.

4. Got an appointment at the hairdresser. SO excited! I know I swore off hairdressers a few weeks ago and just cut my hair myself (I didn’t think it turned out that bad – until my roomie said that I looked like a shaggy dog. I took it as a compliment), but I’m pretty sure I won’t be able to pull off the stunt I’m planning on my own, so…

5. Managed to call a person ON THE PHONE and BY MYSELF without making a total fool out of myself or ending up having a panic attack or hyperventilating or starting to cry hysterically afterwards. Social anxiety, anyone?

Count Your Blessings – June 15

This evening I was walking home from another day at university, listening to Nickelback, holding an umbrella but still catching some raindrops on my nose, admiring the new mud smudge on my red chucks – and it hit me how freaking lucky I am. I’m getting an education, I have a roof over my head and enough food, warm clothes, voting rights, freedom of speech and religion, I may not be able to legally marry yet (at least in Germany), but I’m not persecuted for who I am, I live in a country where women are not suppressed (though that doesn’t mean we should stop fighting for full equality and respect), I can read and have access to books, I don’t live in a war zone, I have access to clean drinking water, summer is almost here and I’m going back to the U.S., I have a loving and supportive family – I could go on for decades. I think it’s so important to remember how lucky we actually are, count our blessings, not dwell on some petty trivialities, like late buses and trains, our hair not falling perfectly or generally things just not going exactly our way. Look on the bright side! Stop to smell the flowers, smile at the raindrops, smile at other people, notice the detail of your surroundings, skip through the streets!

In celebration of today, I challenged myself to count my blessings every day – and to notice the small things in life and write them down, so I can take a peek at them when I’m swimming in negativity and remind myself of what’s really important in life. And since I love photography, I also want to capture a “moment of the day” every day. Would love for you people to give it a try, too, and share the outcome with me! 🙂

So, here it goes.

Photo of the Day 

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Today’s Blessings 

1. Forgot my wallet at home, noticed it only as I was already at the train station, ran all the way back home, grabbed the wallet, missed the next bus to the train station by a minute, ran back to the station, and still was in time for my lecture. Like a boss.

2. The history library was giving away super old books (well – like 1922 kind of old) that were sorted out for free. I am now proud owner of “Deutsche Geschichte. Zweiter Band: Neuzeit” by Dietrich Schäfer. And the best thing ever: It had an old newspaper article reporting the death of Fürst Bülow (whoever that was) tucked inside. I am in book heaven. And it smells so freaking awesome!

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3. Saw a sign in front of a small shop walking through Munich: “Never mind the dog. Beware of owner!” I was grinning all the way to the next lecture and probably freaking people out.

4. Walking to the metro, my friend and I saw two little wild bunnies on the lawn at the Königsplatz, grazing very peacefully and not at all bothered by the people passing by. They looked exactly like the rabbits in Arizona!

5. The color statement of my new beloved red chucks in the gray of a rainy day in the city. I can’t wait to take them on new travels and get them as dirty and worn out as my old ones – which are going to be framed and hung on the wall, by the way. As soon as they completely fall apart.

DIY Marker-Tape-Ruler-Glue-Scissors-StickyNote Organizer

Or: How to make a box to keep all the junk in that’s making your desk look even more chaotic than usual. After about 8 months of living in my own (shared) apartment, I finally managed to clean up the old wooden retro table I keep beside my desk in default of a fancy-pancy drawer-organizer thingy. I was sick and tired of everything just lying around there getting covered in an inch-think layer of dust. Also I was too lazy and too stingy to go out and buy a fancy-pancy plastic pencil box or whatever from Staples. (I’m kidding. Germany doesn’t have Staples. Just trying to sound American.) Furthermore, I happened to have the cardboard back of an old notepad lying around – because well, for some reason I am incapable of throwing useful stuff like that away. Long story short: I made myself a cardboard container for all my office-related (or rather desk-related? Office sounds so sophisticated and grown up…) clutter and thought I’d share the process of making it with you. Just in case you also have a profound need of organizing your life – or at least your working environment. Organizing life is a whole other ball game.

DIY Marker-Tape-Ruler-Glue-Scissors-StickyNote Organizer

Step 1: Draw a grid on your piece of cardboard and make sure the edges all have the same length. I measured the short side of the cardboard and divided it by 3, that should give you the same edge length.

IMG_3850 Step 2: Cut out the four corner squares.

IMG_3851 Step 3: Use a pocket knife (or any other sharp metal object) to cut slits along the drawn lines. Depending on the thickness, you may need to do this on both sides of the cardboard. Whatever you do, don’t cut the flaps off completely! Step 3 1/2: Bend the flaps upward to create a box shape.

IMG_3852 Step 4: Put your individual design on it! I was kind of lazy and only wrote some boxy quotes on it while listening to the Pitch Perfect 2 soundtrack. I finally need to buy Forrest Gump. The book, not the movie!!

IMG_3853 Step 5: Tape the edges together. Depending on your design, you could also do this before making it pretty. Sadly, my box fell apart on one side two days later, so I recommend strong tape (how about at duct taped box??) or a different taping technique. Also as you might notice, my edges didn’t turn out exactly even. I mean, of course I did that on purpose because it looks more DIY, hipster, retro, whatever cool you want to call it.

IMG_3855 Step 6: Fill ‘er up. I also used one of the corner squares cut out earlier to make a little divider. IMG_3858 Alright, now go try it out, let me know how it went and post pictures of your own designs in the comments! 🙂

Green Pasta

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My roomie and I were rummaging through the fridge today in search of lunch. In a second of insane creativity, we decided to throw some leftover pasta, green beans, green pepper and pesto together. The result was AMAZING. In case you happen to have a bunch of pasta, green beans, green pepper and pesto leftover and can’t figure out how to use it up, here’s our recipe, containing pasta, green beans, green pepper and pesto. Did I mention everything is green? (Except for the pasta – if your pasta is green, I predict food poisoning. Unless you’re looking at green colored linguine.)

Green Pasta 

  • one 500g (about one lb) package of pasta – optionally green
  • as many green beans as you like
  • as much green pepper as you like
  • about 4 big spoons of pesto
  • oil for the pan
  • salt and pepper to taste

Cook pasta and green beans, cut pepper into small squares. Heat up a frying pan, grease it and throw in pasta, green beans, green pepper and pesto and mix well. Stir every once in a while until pasta is hot and slightly crispy, taste with salt and pepper. Enjoy 🙂